Sophokles

Antigone

Eine Einführung findet eine halbe Stunde vor Stückbeginn statt (außer bei Premieren).

Am 13. Juni findet nach der Vorstellung ein Publikumsgespräch statt.

ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT am 17. Juni 2017.

Bilder-Galerie

Nach der Abdankung des Königs Ödipus sollen seine zwei Söhne, Eteokles und Polyneikes, Theben im Wechsel regieren. Als Eteokles sich weigert, seinem Bruder den Thron zu überlassen, versammelt Polyneikes eine Armee um sich und greift Theben an. Beide Brüder fallen, ihr Onkel Kreon übernimmt die Herrschaft und veranlasst eine feierliche Bestattung für Eteokles, dem Verteidiger Thebens. Polyneikes aber, der auf sein Recht beharrend die Stadt angriff, gilt als Verräter und ihm wird das Begräbnis verweigert. Beider Schwester Antigone kann und will dieses Verbot nicht akzeptieren. Sich auf die „ungeschriebenen und wankenlosen Satzungen der Götter“ berufend, beerdigt sie trotz Androhung der Todesstrafe ihren zum Staatsfeind erklärten Bruder. Damit stellt sie ihre Überzeugung über die staatlichen Gesetze Kreons, weshalb sie hingerichtet werden soll. Seine Machtposition behauptend lässt sich Kreon nicht umstimmen, nicht einmal von seinem Sohn Haimon, der mit Antigone verlobt ist und die Stimme des Volkes ins Feld führt. In Tyrannenart verschärft Kreon gar die Vollstreckung des Todesurteils und lässt Antigone lebendig begraben. Dürfen Prinzipien über den Gesetzen stehen? Kann Recht zu Unrecht werden und was ist Pflicht? Wann gilt es gehorsam zu sein, wann muss Widerstand geleistet werden? Es beginnt eine gnadenlose Auseinandersetzung, die, wie vom blinden Seher Teiresias prophezeit, im Unheil zu enden droht.

442 v. Chr. in Athen uraufgeführt, gehört „Antigone“ wie „König Ödipus“ und „Ödipus auf Kolonos“ zur Thebanischen Trilogie. Indem er den Konflikt zwischen verschiedenen Rechtsauffassungen durchexerziert, schuf Sophokles eine zeitlose Tragödie, die bis heute weltweit zu den meistgespielten antiken Dramen gehört.

Aufführungsdauer: 1 Stunde und 15 Minuten, keine Pause

PRESSESTIMMEN

"Es ist [...] eine beeindruckende Inszenierung geworden ohne nervende Aktualisierung und Pop-Anbiederung." Fränkischer Tag

"Die Inszenierung verlässt sich auf den zeitlosen Konflikt, Bilmen verstellt den Blick darauf nicht, verwässert nichts." Nachtkritik

"Bühnenbild und Kostüme von Cleo Niemeyer sind für sich ein ästhetischer Genuss." Nachtkritik

Regie Mizgin Bilmen
Bühne und Kostüme Cleo Niemeyer
Dramaturgie Olivier Garofalo