Jonas Hassen Khemiri

Invasion!

FÜR JUNGE ZUSCHAUER AB 12 JAHREN

Deutsch von Jana Hallberg

ZUM LETZTEN MAL am 28. April 2017!

Eine Einführung findet eine halbe Stunde vor Stückbeginn statt (außer bei Premieren).

Bilder-Galerie

Das einzige, was Yousef und Arvind aus der Theatervorstellung, mit der sie so gar nichts anfangen können, mitnehmen, ist ein Name: „Gib zu, Abulkasem ist ein geiler Name“. Er wird zum neuen, ausdrucksstarken und gleichzeitig inhaltsleeren Modewort der ganzen Klasse. Lange nach der Schulzeit vergisst Arvind in der Aufregung eines Flirtversuchs seinen eigenen Namen, und sagt: Abulkasem. Lara, die den Flirt eher als Belästigung empfand, vergisst kurz darauf im Gespräch mit Kommilitonen den Namen ihres Idols und sagt: Abulkasem. Die Handynummer, die sie Arvind aufschrieb, wird einem asylsuchenden Apfelpflücker eine Unzahl von Liebesbeweisen auf seiner Mailbox bescheren, aus denen er nur eines versteht: Abulkasem. Das einzige Wort, das er bei seiner Festnahme sagen wird. Den Überblick über all das behalten die „Experten“ und tun das in dem Glauben, dass sie das Böse aus ihrer Welt verbannen können, indem sie ihrer Vorstellung davon einen Namen geben. Leider ist das Gegenteil der Fall. Abulkasem ist kein Terrorist, kein Name, der etwas bezeichnet, etwas greifbar macht, er ist vielmehr eine Worthülse für die drängende Angst vor dem Unvorhersehbaren, dem Unbekannten, dem Anderen – welche viel öfter der eigentliche Urheber für das Böse ist.

Der schwedische Autor Jonas Hassen Khemiri hat mit „Invasion!“ auf eine spielerische, lebensnahe und gleichzeitig vielschichtige Art und Weise das Thema der Identifikation und den damit verbundenen Umgang mit dem Unbekannten gestaltet.

Aufführungsdauer: 1 Stunde und 10 Minuten, keine Pause

PRESSESTIMMEN

"Die schauspielerische Leistung der vier Protagonisten ist herausragend. (...) ein innovatives, originelles Stück, das nicht nur für Theaterliebhaber ein absolutes Muss ist." Rezensöhnchen

Regie Jasmin Sarah Zamani
Bühne und Kostüme Linda Hofmann
Dramaturgie Christopher Heyder