Clemens Bechtel

Clemens Bechtel, geboren 1964 in Heidelberg, studierte Ange­wandte Theaterwissenschaft in Gießen. Seit 1995 arbeitet er als freier Regisseur und ist vor allem für seine dokumentarischen Arbeiten bekannt. Darüber hinaus beschäf­tigt er sich viel mit internationalen Theaterkooperationen und globalem Theater: So inszenierte er außer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch in Ungarn, Rumänien, Dänemark sowie in Burundi, Burkina Faso, Mali und Malawi.

Seine Inszenierung "Staatssicherheiten" am Hans Otto Theater Potsdam, in der 15 ehemalige Häftlinge über die Gefängnisse der Stasi berichten, wurde 2009 mit dem Friedrich-­Luft­-Preis ausgezeichnet. Außerdem arbeitete er an vielen Theatern in Deutschland, z.B. an der Oper Köln, dem Theater Freiburg, dem Staatsschauspiel Dresden oder dem Schauspielhaus Hamburg. Dort war er künstlerischer Leiter des internationalen Projekts "Hunger for Trade", in dem acht Theater aus Afrika, Asien, Südamerika und Europa sich mit dem globalen Nahrungsmittelmarkt auseinandersetz­ten. Bechtel entwickelte und inszenierte für "Hunger for Trade" auch den deutschen Beitrag "Cargo Fleisch". Am Staatstheater Wiesbaden erarbeitete er 2019 mit Maxi Obexer "Verlorene Kämpfer" über das RAF-­Paar Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams sowie zuletzt gemeinsam mit David Gieselmann den Politkrimi "Casino", basierend auf realen Korruptionsfällen in der hessischen Landeshauptstadt. Am Nationaltheater Mannheim entwickelte er außerdem den szenischen Parcours "Mannheim 2 .480 oder die subjektive Sicherheit", in dem es um die Zukunft der Stadtgesellschaft ging. In der Spielzeit 20/21 wird er nicht nur in Bamberg, sondern auch am Humboldtforum in Berlin, in Gaza (Palästina) sowie in Piatra Neamt in Rumänien inszenieren.

Clemens Bechtel führt in der Spielzeit 2020/21 Regie bei DIE BANALITÄT DES BÖSEN.