Stefan Otteni

Stefan Otteni, geboren 1966 bei Karlsruhe, arbeitete an Theatern in London, studierte an der Folkwang­Hochschule Essen Regie und Schauspiel, war dann im Ensemble des Theaters an der Ruhr, Mülheim, als Regiemitarbeiter, Schauspieler und Regisseur. Seit 1996 arbeitet er freischaffend als Regisseur an Stadt­- und Staats­theatern und in freien Projekten, u. a. am Maxim Gorki Theater, Deutschen Theater und den sophiensaelen Berlin, an den Kammerspielen München, am Staatstheater Nürn­berg, an der Oper Braunschweig und am Schauspielhaus Hamburg. Lehraufträge und Gastprofessuren führten ihn u. a. an die UdK Berlin und die Otto­-Falckenberg­-Schule München. Einladungen und Preise auf Festivals im In­-und Ausland: Festival Porto Alegre, Brasi­lien, Heidelberger Stückemarkt, Mülheimer Theatertage, Ibsen Festival Oslo. In Projek­ten wie "Töt erst sein Weib" an der Staatsoper Nürnberg und "Die Deutsche Seele" als Koproduktion mit den Bamberger Symphonikern erkundet er zunehmend Theaterfor­men auf der Schnittstelle zwischen Musik­- und Sprechtheater. Zu seinen jüngsten Pro­duktionen gehören "Das Floß der Medusa" am Theater Münster und die Uraufführung eines Stücks über Angela Merkel an der Bremer Shakespeare Company.

Am ETA Hoff­mann Theater inszenierte er zuletzt "Utopia - was fehlt?". Otteni ist seit 2016 auch Regisseur der Sabunkaran Theatre Group, einem Ensemble in Sulaymaniyah, Nordirak, das regelmäßig Theater mit Geflüchteten macht. Nach Produktionen mit Texten von Attar und Beckett erarbeitete er dort letzten Herbst die arabisch­kurdische Uraufführung des Romans "Der letzte Granatapfel" von Bachtyar Ali.

Stefan Otteni führt in der Spielzeit 2020/21 Regie bei KASIMIR UND KAROLINE.

Foto: © Felix Grünschloß