Bonn Park

Ein neues Stück

URAUFFÜHRUNG 

Premiere am 17. Januar 2020 | Auftragswerk

Eine Einführung findet eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn statt.

Vielleicht führt der Fortschritt auch zum Ende der Menschheit, vielleicht wäre das auch gut und vielleicht werden sogar, entgegen aller Befürchtungen, die Deutschen das letzte Volk auf Erden sein, das ausstirbt, malt sich Bonn Park aus: "Endlich endet alles Leben auf der Erde. Ein hart geführter Wettkampf zwischen Klima, Idioten, Passiv-Aggressivität und Krisen. Niemand weiß, wer gewinnt, aber zu Ende geht es hoffentlich schon. Und auch Deutschland, Land der Menschen, die mit Visionen zum Arzt gehen müssen, wird ideenlos, mittelmäßig und ratlos dabei zusehen und ehrlich nicht verstehen, was gerade passiert ist. Lange dachten wir, Freundlichkeit wird alles heilen und doch ist alles verseucht mit Unbehagen. Vielleicht rieseln in einer sehr großen Sanduhr Krümel dieser Welt durch eine Zuspitzung und am Ende der Zeit sind alle Körner durchgelaufen, aber warum, das weiß keiner."

Bonn Park ist 1987 in Berlin geboren und aufgewachsen in Berlin, Korea und Paris. Seine melancholisch-humorvollen Stücke tragen poetische und skurrile Titel wie "Die Leiden des Jungen Super Mario in 2D", "Traurigkeit & Melancholie oder der aller aller einsamste George aller aller Zeiten" (Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis), "Wir trauern um Bonn Park" (Jugendjurypreis der Essener Autorentage) oder "Das Knurren der Milchstraße" (Preis des Stückemarktes beim Berliner Theatertreffen). Da lag es für das ETA Hoffmann Theater nicht fern, den Autor und Theatermacher mit einem Werk über "Das Ende der Menschheit" zu beauftragen. Seine aufsehenerregende Inszenierung der eigenen Tschechow-Überschreibung "Drei Milliarden Schwestern" an der Volksbühne Berlin wurde mit dem Friedrich-Luft-Preis 2018 ausgezeichnet.

Regie Bonn Park
Bühne und Kostüme Julia Nussbaumer
Dramaturgie Victoria Weich