\ Archiv \ Die Nibelungen 1&2
Siegfried der Drachentöter, der durch das Bad im Drachenblut Unverwundbare, Besitzer von Schwert und Schatz der Nibelungen. Er verspricht König Gunther von Burgund, ihm die unbesiegbare Brunhild zu gewinnen, wenn er dafür dessen Schwester Kriemhild zur Frau bekommt. Mit seiner Tarnkappe gelingt es Siegfried, Brunhild gleich zweimal zu bezwingen und es wie Gunthers Taten erscheinen zu lassen: Zuerst im Wettkampf, dann in der Hochzeitsnacht. Gunther muss ihr vorherbestimmt sein, nur so kann Brunhild sich ihre Schwäche erklären. Als sie Kriemhild, nun Siegfrieds Frau, zum Konkurrenzkampf herausfordert, entdeckt ihr Kriemhild die Täuschung. Zutiefst gedemütigt, bringt Brunhild die Wucht ihrer Königswürde ins Spiel und fordert Siegfrieds Tod. Hagen von Tronje nimmt sich dessen an, es folgt List auf Verrat und Verrat auf List – und Siegfrieds Tod. Gnadenlose Rache schwört Kriemhild und wird fortan „Klage über Hagen rufen“ bis zu seinem Tod – und wenn dabei die Welt in Flammen aufgeht.
Als „den deutschesten aller deutschen Stoffe“ hat Heiner Müller „Die Nibelungen“ bezeichnet. Er hat wie kein anderer in der Geschichte der deutschen Identitätsfindung immer wieder eine bedeutsame Rolle gespielt und wurde vielfach ideologisch missbraucht. Hebbel hat in seinem Drama aus den Helden des Nibelungenepos komplexe Figuren gestaltet, die voller Widersprüche sich der Idealisierung entziehen; Menschen, die wider besseres Wissen zu Verrat und Mord anstiften, die geblendet sind von Eitelkeiten, Trieben, Machtinteressen, Leidenschaften und am Ende nicht mehr zu wissen scheinen, was einst die guten Gründe waren für das sinnlose Morden und das Blutbad eines großen Krieges.
Aufführungsdauer Teil 1: 2 Stunden und 25 Minuten, eine Pause
Aufführungsdauer Teil 2: 1 Stunde und 35 Minuten, keine Pause
Aufführungsdauer Teil 1 & 2 an einem Abend: 4 Stunden und 30 Minuten, zwei Pausen
Bilder-Galerie
PRESSESTIMMEN
"... eine gelungene, intelligente, zeitgemäße Klassiker-Inszenierung." Fränkischer Tag
"Gut gelaufen, diese Eröffnung." "...könnte Bamberg mit dem E.T.A.-Hoffmann-Theater eine neue Attraktion bekommen: ein Theater, das der Rede wert ist." Süddeutsche Zeitung
"Das Premierenpublikum quittierte die herausragende schauspielerische Leistung der Darsteller mit minutenlagem, frenetischem Applaus." Mohr Stadtillu