Bov Bjerg

Auerhaus

Bearbeitung von Hannes Weiler 

B I L D E R - G A L E R I E

Birth, school, work, death. In einer deutschen Provinzstadt kommt für Frieder und seine Freunde ein solch vorgefertigtes Leben nicht in Frage. Deshalb ziehen sie in ein leerstehendes Haus und taufen ihre neue Schüler-WG Auerhaus - nach dem Madness-Song "Our House". In dieser autonomen Zone wollen sie gemeinsam eine neue Utopie des Zusammenlebens entwickeln, ohne Regeln, dafür mit umso mehr Partys. Es wird mit Drogen und freier Liebe experimentiert, aber auch die Praxis des alltäglichen Lebens mit Putzen und Essenklauen ausprobiert. Ihre Flucht ins Auerhaus ist mehr als der Pakt, die Gegenwart in vollen Zügen zu genießen und nicht so zu werden wie alle anderen Erwachsenen. Es ist auch das Versprechen, auf Frieder aufzupassen, der bereits mehrfach versucht hat sich umzubringen. Und tatsächlich scheint das Leben im Ausnahmezustand eine Rettung für die Jugendlichen zu sein. Allerdings wissen sie auch, dass diese beste Zeit ihres Lebens endlich ist.

In seinem 2015 erschienenem Erfolgsroman erzählt der deutsche Schriftsteller und Kabarettist Bov Bjerg mit melancholisch-lakonischem Ton und zugleich humorvoll von den Widrigkeiten des Erwachsenwerdens und dem Wunsch einer ganzen Generation nach Freiheit. Denn nicht nur die Jugendlichen stehen an der Schwelle eines Umbruchs. Eine Aura einer sich ankündigenden Zeitenwende umhüllt die westdeutsche Kleinstadt in den 80er Jahren, derer sich niemand entziehen kann.

Aufführungsdauer: 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause

Regie Hannes Weiler
Bühne und Kostüme Florian Dietrich
Dramaturgie Olivier Garofalo
Stefan Herrmann
Eric Wehlan

Pressestimmen

""Die beiden Schauspieler Stefan Herrmann und Eric Wehlan überzeugen mit ihrer fulminanten Leistung und sorgen so für eine große Sympathie für die Protagonisten" (Rezensöhnchen)

22. März 2019

"Man wird mitgenommen in das Gedankenrad, das Frieder so oft in seinem Kopf hat und dabei jede Kontrolle über seine Gedanken verliert. Als Zuschauer fühlt man die Verzweiflung und die Hoffnung auf ein Ende der Situation mit Frieder mit." (Rezensöhnchen)

22. März 2019